Digitale Mitarbeiterfitness
Digitale Mitarbeiterfitness umschreibt die Haltung und Fähigkeit von Mitarbeitenden und Führungskräften in Sparkassen, die Digitale Transformation aktiv mitzugestalten. Der Ausbau der Fitness sollte systematisch, vielseitig und dauerhaft erfolgen, da die Menschen – wie in jeder Transformation – den entscheidenden Erfolgshebel darstellen.
Das DSGV-Projekt Digitale Agenda hat sich bereits in der Version 2.0 intensiv um die Förderung der digitalen Mitarbeiterfähigkeiten gekümmert.
Die Ergebnisse wurden in den letzten Jahren durch ein Expertenteam – bestehend aus Vertretern von Sparkassenverbänden, -akademien, -verbundpartnern und Sparkassen – aktuell gehalten und ergänzt.
Die Basis bildeten dafür stets die Leitsätze zur Digitalen Sparkasse der Zukunft, welche ebenfalls gemeinsam weiterentwickelt wurden.
Ab 2025 geht dieses Expertenteam in der Digitalen Agenda 4.0 im Erlebnispaket ‘TALENT (= Transformation der Arbeitswelt durch Lernen, Entwicklung, Netzwerke und Technologie)’ auf und entwickelt die Anforderungen an die Digitale Mitarbeiterfitness unter anderem auch mit Fokus auf Künstliche Intelligenz weiter. Die Ergebnisse werden sukzessive auf dieser Seite aktualisiert.
1. Transformationsprozess zur Digitalen Mitarbeiterfitness
Die digitale Transformation in Sparkassen ist ein immerwährender Prozess, der unterschiedliche Phasen durchläuft. In gleicher Weise gilt dies auch für die digitale Fitness der Mitarbeitenden.
Das 4-Phasen-Modell der digitalen Mitarbeiterfitness startet mit der Analyse, gefolgt von der Konzeption, der Umsetzung sowie der Verstetigung und beginnt dann wieder von vorne.

In der Theorie durchlaufen Institute mindestens einmal den Basis-Prozess zur systematischen Analyse und Ausbildung der Digitalen Mitarbeiterfitness. Dieser ist nicht kurzfristig durchführbar, sondern umfasst i.d.R. eine Dauer von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren. Je nach Fortschritt können Wiederholungen einzelner Schritte oder des ganzen Prozesses stattfinden.
2. Mustervorgehen Basis:

Instrumente für das Mustervorgehen Basis - Steckbriefe zum Download:
3. Mustervorgehen für fortgeschrittene Sparkassen
Darauf aufbauend dienen der Musterprozess für Fortgeschrittene und die dort vorgeschlagenen Maßnahmenbündel der Vertiefung vorhandener Kenntnisse, dem Aneignen weiterer Fähigkeiten und der Beschäftigung mit neuen Themen.

Zusätzliche Instrumente für das Mustervorgehen Fortgeschritten - Steckbriefe zum Download:
4. Wo ordne ich mein Institut ein?
Die Wahl zwischen Basis und fortgeschrittener Variante hängt von der individuellen Situation in Ihrem Institut ab.
Stellen Sie sich gern folgende Fragen in den untenstehenden Kriterien, um eine passende Entscheidung zu treffen. Die Befragung #meinFachwissendigital kann bei der Konkretisierung des Schulungsbedarfs zur Steigerung der digitalen Fitness der Mitarbeitenden hilfreich sein.
Vorkenntnisse und Digitalisierungsgrad:
- Entsprechen die Kenntnisse und Arbeitsweisen unserer Mitarbeitenden und Führungskräfte im Bereich Digitalisierung den Erwartungen an den Arbeitsplatz?
- Werden die von uns digitalisierten Prozesse von den Mitarbeitenden effizient angenommen und kontinuierlich weiterentwickelt?
- Sind die digitalen Anwendungen des Instituts den Mitarbeitenden bekannt und nutzen sie diese entsprechend für ihren Berufsalltag?
Lernkultur und Mindset:
- Ist allen Beteiligten die hohe Relevanz des digitalen Wandels bekannt und wird entsprechend gehandelt?
- Unterstützen sich unsere Mitarbeitende gegenseitig und wird das Wissen zur Digitalisierung offen geteilt?
- Wird selbstständiges Lernen gefördert bzw. gefordert und gibt es ausreichend Möglichkeiten, sich zu digitalen Themen fortzubilden?
- Wird fortlaufend und systematisch der Bildungsbedarf bezüglich des digitalen Skill- und Mindsets erhoben?
Ziele und Arbeitsweisen
- Bringen Mitarbeitende aktiv Vorschläge zur Weiterentwicklung der Sparkasse der Zukunft ein und beteiligen sich an der Umsetzung?
- Werden Innovationen nicht nur als Auftrag von Verbänden und Finanz Informatik betrachtet, sondern auch als ein erstrebenswertes Ziel für unsere Bereiche in der Sparkasse?
- Steht die Kundenzentrierung bei allen Mitarbeitenden im Fokus des Handelns?
- Sind agile Arbeits- und Kreativmethoden bekannt und für den Einsatz verprobt?
Können Sie die obenstehenden Fragen überwiegend mit Ja beantworten, dann gibt Ihnen das Mustervorgehen für Fortgeschrittene eine neue Orientierungshilfe zur Steigerung der digitalen Mitarbeiterfitness.
Eine Mischung oder ein Wechsel beider Ansätze in einem Durchlauf des 4-Phasen-Modells ist natürlich möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Probieren Sie also aus, lernen Sie aus Fehlern und schauen Sie, was bei anderen Instituten oder einzelnen Teams funktioniert hat.
5. In welcher Phase des Transformationsprozesses benötigen Sie Unterstützung?
Für jede Phase können Sie auf eine Auswahl von Unterstützungsangeboten bzw. Bildungsangeboten zugreifen (siehe u.a. entsprechende Steckbriefe).
Für die individuelle Beratung zum Transformationsprozess steht Ihnen Ihre Kontaktperson aus Ihrem Regionalverband bzw. Ihrer zuständige Sparkassenakademie sehr gern zur Verfügung.
Ihre Fragen zur zukünftigen inhaltlichen Weiterentwicklung im Rahmen des derzeit laufenden DSGV-Projektes der Digitalen Agenda 4.0 im Erlebnispaket ‘TALENT (= Transformation der Arbeitswelt durch Lernen, Entwicklung, Netzwerke und Technologie)’ beantwortet Ihnen gern:
Thorsten Grünheck
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
Abteilung BIV Digitalisierung
E-Mail: thorsten.gruenheck@dsgv.de